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16. November 2017

Aus der Vorlesung ins eigene Unternehmen: Junge Gründer

Beim letzten Trendblogeintrag habe ich mir für euch beim Start-up-center der OTH Regensburg Tipps für eine erfolgreiche Gründung geholt. Vom Businessplan über die Finanzierung bis hin zu beratenden Ämtern und Stiftungen haben wir hilfreiche Tipps bekommen.
Diese Woche stelle ich euch zwei solcher Regensburger Unternehmen vor, die den Sprung in die Selbständigkeit geschafft haben und mittlerweile fest am Markt etabliert sind.  

minusPØL

Eines davon ist minusPØL. Die zwei Studenten Philipp Hockenberger und Philipp Maier starteten 2015 mit gerade einmal 25 Jahren mit Produktion und Vertrieb des blauen Likörs. Zu der Zeit befanden sich die beiden noch im BWL- bzw. Wirtschaftsinformatik-Studium.

Unterstützung
Unterstützung erhielten sie in dieser Zeit vor allem von Ihren Professoren. Die Finanzierung mussten Sie aber komplett selbst übernehmen, da Geschäftsideen, die mit Alkohol zu tun haben, meistens finanziell nicht unterstützt werden.

Tipps
Ein paar Tipps hat uns Philipp noch mit auf den Weg gegeben: Er empfiehlt den Austausch mit anderen Unternehmern. Dabei gibt es nicht nur die bekannten offiziellen Netzwerke. Junge Gründer schließen sich auch oft in inoffiziellen Netzwerken mit lockererer Verbindung und geringeren Verpflichtungen zusammen. Netzwerke und Bekanntschaften sind auch für den Vertrieb wichtig. Den beiden kam beim Vertrieb ihre Erfahrung in der Gastronomie und die Bekanntschaft mit vielen Regensburger Gastronomen zugute. Außerdem rät er dazu, bereits während des Studiums zu gründen, denn als Student hat man geringe Lebensunterhaltskosten und kann ein Maximum an Zeit in sein Unternehmen einbringen. Und zu guter Letzt rät er dazu, sich auf das Kerngeschäft, auf das was man mag, zu konzentrieren und den Rest an andere Firmen, die wiederum darauf spezialisiert sind, auszulagern.


KEKSZauber

Laura Berg machte sich 2014 mit KEKSZauber selbständig. Sie hat sich mit ihrem Unternehmen auf personalisierbare Kekse spezialisiert. Und das Geschäft läuft so gut, dass Laura mittlerweile zwei Angestellte hat und den Onlinehandel durch einen im wahrsten Sinne des Wortes süßen Laden in der Altstadt ergänzt.

Hürden und Tipps
Problematisch sind die vielen bürokratischen Hürden auf dem Weg zur Selbständigkeit, vor allem im Lebensmittelgewerbe. Am besten ist es hier, bei Unsicherheiten bei den verschiedenen Ämtern und beratenden Institutionen nachzufragen. Kostenlose Hilfe kann man sich auch bei der IHK und der Hans Lindner Stiftung holen. Auch das Engagement in Netzwerken zahlt sich hier aus: Darin helfen sich die Unternehmer gegenseitig und geben sich wertvolle Tipps. Auch vor der Finanzierung sollte man sich nicht fürchten: Die Wirtschaftsförderung der Stadt bietet gute Finanzierungsmöglichkeiten für junge Existenzgründer.

Aber am wichtigsten ist es, an seine Idee zu glauben und nicht gleich aufzugeben, wenn etwas nicht sofort klappt.



An dieser Stelle geht noch ein herzlicher Dank an Laura und Philipp, die mir viele Fragen rund um die Gründung ihrer Unternehmen beantwortet haben!

Vielleicht seid ihr jetzt ja auch neugierig darauf geworden, mit eurer Geschäftsidee durchzustarten.

Viel Erfolg

Eure Johanna vom Stadtmarketing