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12 GALERIA Karstadt Kaufhof

Vor der Alten Wache ist ein Weihnachtskreis mit 7 Krippen in 7 Fenstern ausgestellt:

1. Verkündigung Mariä
Maria sitzt auf einer Bank unter dem Strahlenzelt des Heiligen Geistes. Der Engel hält ein neugeborenes Kind in den Händen und bringt damit sinnbildlich die Botschaft, dass Maria den Erlöser zur Welt bringen wird. Die Szene wird auf einer barocken Altarpredella aus dem 17. Jahrhundert gezeigt. Diese besondere Darstellung gestalteten Elisabeth und Franz Karl aus Alburg bei Straubing.  Die Heilige-Geist-Taube stammt von der Firma Kreutz in Gröbenzell. Maria und der Erzengel Gabriel, aus Terrakotta gearbeitet im typischen neapolitanischen Gewand, wurden im 21. Jahrhundert in Neapel erworben. Das Jesulein schnitzte Ernst Franz in Unterammergau.

2. Josefs Traum
Hier wird Josefs erster Traum dargestellt. Im Schlaf versichert ein Engel dem zweifelnden Josef: Hab keine Angst, bei deiner Frau zu bleiben! Es hat schon alles seinen Sinn. Hab Vertrauen! Zu sehen ist das Haus des werdenden Ziehvaters. Maria steht hochschwanger in der Stube und schaut nach draußen, wo Josef unter einem Baum schläft. Mit liebevollen Details ist die Stube eingerichtet. Franz Karl hat hier ein einfaches Haus mit offenem Bogen gebaut, das die Sicht auf die Stube freigibt. Die Gliederfiguren (Maria, Josef und ein Engel) hat Ernst Franz aus Unterammergau geschnitzt, gekleidet hat sie Elisabeth Karl traditionell, Maria mit einem Kleid in der Farbe der Liebe, einem Umhang im reinen Himmelsblau und dem weißen Schleier der Unschuld, Josef in brauner Zimmermannskleidung, der Engel in Blau, Rot und Gold.

3. Verkündigung an die Hirten
Die Verkündigung an die Hirten wird auf einer Hochalpenwiese gezeigt. Verwitterte Steine aus den Kärntner Kalkalpen bilden eine naturalistische Umgebung. Der Engel steht zwischen den Felsen und bringt den 3 Hirten und einem Buben die Botschaft von der Geburt Jesu. Eine Herde von 12 Schafen aus der Werkstatt von Heinz Albl aus Oberammergau umgibt die Vier auf der grünen Weide. Der Schnitzer der Figuren ist unbekannt. Gekleidet wurden sie von Elisabeth Karl. Das Gelände arbeitete Franz Karl.

4. Geburt Christi
Der Bildhauer Andrea Jori aus Mantua zeigt in einer dynamischen Komposition den intimen Moment, der die Welt verändern wird. Aus Terracotta gestaltet er in lebendigem Faltenwurf die Kleidung. In der sorgfältig strukturierten Oberfläche der Tonplatten sowie in dem wie von einem Blitz gespaltenen Hintergrund macht er nicht nur die Kraft des Hl. Geistes sichtbar, die stärker ist als die Materie, sondern öffnet auch den Zugang zur Transzendenz. Statt des Sterns, der ja erst zur Ankunft der Magier auftritt, benutzt Jori den Goldscherben als Symbol für den Himmel und die Anwesenheit bzw. Nähe Gottes. Die Zartheit der Liebe zeigt sich in der filigranen Ausführung der schützenden Hände, der zurückhaltenden Gestik, in der feinen Durchgestaltung der Gesichter sowie der leichten Neigung der Köpfe.

5. Anbetung der Hirten
Raimondo, ein junger sizilianischer Nachwuchskünstler, hat als große Vorbilder die in Italien berühmte Modellbaufamilie Vaccaro-Buongiovanni des 19. Jahrhunderts. Mit großer Geschicklichkeit modelliert der Künstlerhandwerker seine Figuren aus Ton und legt die Kleidung so dünn wie Textilstoffe um die Körper. Der bestechende Realismus der Terracotta-Figuren spiegelt die schwierige soziale Situation des Volkes der damaligen Zeit wieder, bis hin zum (Vitamin-) Mangel, der zu Deformationen der Physiognomie führte und zu Verkrümmungen im Skelett. Die stark abgetragene, teilweise zerrissene Kleidung unterstreicht die Armut ebenso wie ihre meist gedeckte Farbigkeit.

6. Anbetung der Könige
Die hier gezeigte Figurengruppe zeigt eine stilvolle Königsanbetung. Die fast etwas naiv anmutenden Figuren sind handwerklich gut gearbeitet. Die Grundform der Figuren scheint aus einem dicken Holzbrett ausgesägt zu sein und anschließend mit dem Schnitzmesser bearbeitet. Die Künstler Romero und Patzi aus Cochabamba/ Bolivien haben durch das schöne Schnitzwerk und die harmonische Farbgebung eine Künstlerkrippe geschaffen, die sich auf das Wesentliche beschränkt. Maria hält, neben Josef stehend, das Kind im Arm. Ein Engel steht hinter ihnen. Dazu bilden die Heiligen Drei Könige, Ochs, Esel und zwei Schafe diese ausdrucksstarke Anbetungsgruppe.

7. Flucht nach Ägypten
Eine biblische Fluchtszene in leuchtenden Farben: Aus einem speziellen Gipsmehl hat Maximiano Ochante, einer der bekanntesten Retablo-Künstler Lateinamerikas, diese filigran wirkende Figurengruppe gearbeitet und sie anschließend intensiv farbig bemalt. Nachdem die Weisen aus dem Morgenland abgereist waren, erschien Josef zum zweiten Mal ein Engel im Traum. Dieser befahl ihm, mit Maria und dem Jesuskind nach Ägypten zu fliehen, da König Herodes das Kind töten wolle. Dort solle er weitere Nachrichten abwarten. Traditionell sitzt Maria mit dem Kind auf dem Esel, Josef leitet sie. Die Kleidung des heiligen Paares lässt aufgrund der aufwändigen Gestaltung auf eine peruanische Festtagstracht schließen.

Alle Krippen: Kunstsammlungen des Bistums Regensburg

Neupfarrplatz 8, 93047 Regensburg