Stadtmarketing Regensburg präsentiert
Detailansicht

Detailansicht

01 Museum

„Fatschenkindl“ 

Aussteller:  Norbert Werber / Krippenverein Regensburg e.V.

Mischtechnik aus Wachs, Glas, Brokat, Klöppelspitze, Swarovski-Steine, Gold- und Metallspitzen
Eine zentrale Figur in jeder Weihnachtskrippe ist das Christkind, ohne dieses gäbe es schließlich kein Weihnachtsfest! An der ersten Station des ökumenischen Krippenweges im Jahr 2021 steht daher eine Kinderfigur im Mittelpunkt.

Lange Zeit war es üblich, kleine Kinder fest zu wickeln, zu „fatschen“. Damit wollte man verhindern, dass sich die Gliedmaßen verkrümmen. Außerdem konnten sich die Sprösslinge auf diese Weise nicht selbst verletzen.

Der im katholischen Süddeutschland verbreitete Brauch der figürlichen Darstellung von Fatschenkindern liegt also in der Sorge um das Wohlergehen des Nachwuchses begründet. Um himmlischen Beistand zu erbitten, stiftete man daher oft gewickelte Figuren, die dem Jesuskind nachempfunden waren. Beliebt war auch Gebäck in dieser Form, das man zum Beispiel bei Taufen verschenkte. An Weihnachten sind Fatschenkinder noch heute in Kirchen und Privathäusern zu finden. Teilweise werden sie in der Adventszeit beim „Kindltragen“ in Anlehnung an die Heilige Nacht auch von einem Haus zum nächsten getragen.

Norbert Werber gestaltete das ausgestellte Fatschenkind unter Anleitung von Ute Keller nach einem Vorbild aus dem Kloster Niederaltaich. Der wächserne Kopf stammt aus der Benediktinerinnenabtei St. Getrud in Tettenweis. Für seine klassische Klosterarbeit verwendete er verschiedenen Materialien. So blickt das Kind aus gläsernen Augen und der Strahlenkranz ist aus Golddraht geformt. Das Fatschenkindl wurde 2008 gefertigt.

Dachauplatz 2-4,