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08. Dezember 2016

Der passende Wein zum Weihnachtsmenü

Ihr Lieben,

Weihnachten rückt näher und damit auch die Planung für das große Weihnachtsmenü. Trotz bereits in der Vorweihnachtszeit angefuttertem Plätzchenbauch lassen wir uns meistens nicht davon abhalten groß aufzukochen. Was es zu Essen gibt, ist meist schon Tradition. Dann noch ein gutes Glas Wein dazu und alles ist perfekt. Aber woran erkenne ich guten Wein? Welcher Wein passt zu welchem Essen? Worauf muss ich achten? Wir haben für euch mit Robert Balasch von Robert’s Weinkistl gesprochen, damit an den Feiertagen zumindest beim Wein nichts schief geht.

Herr Balasch, vielen Dank, dass Sie sich Zeit für uns nehmen. Wir legen gleich los. Unsere Recherche hat ergeben, dass das beliebteste Weihnachtsessen tatsächlich Würstchen mit Kartoffelsalat ist. Vor allem an Heiligabend vor der Bescherung kommt das wohl oft auf den Tisch. Passt da denn überhaupt Wein dazu?


Robert Balasch (lacht):
Also eigentlich kann man ja zu allem Wein trinken. Auch zu Würstchen. Aber es gibt natürlich ganz klar Gerichte, zu denen Wein besser passt.

Dann kommen lieber gleich zu den etwas festlicheren Gerichten, die meist an den Weihnachtsfeiertagen serviert werden. Beliebt ist zum Beispiel Karpfen oder anderer Fisch, was würden Sie da empfehlen?


Robert Balasch: Also zum Fisch gibt es eigentlich immer Weißwein, das passt am besten. Man kann natürlich auch Rotwein trinken, wenn man will, aber ganz klassisch zu Fisch ist eigentlich trockener Weißwein.

Das klingt ja fast zu einfach. Viele Leute machen an Weihnachten aber auch gerne Fondue. Da sitzt man dann oft mehrere Stunden beim Essen. Was trinkt man dazu am besten?


Robert Balasch: Eigentlich passt da Rotwein am besten. Allerdings kommt es hier auf das Rezept an. Es gibt schließlich auch Fonduerezepte, wo bereits Weißwein fürs Essen selbst verwendet wird. Da muss dann natürlich auch Weißwein getrunken werden, Rotwein passt dann eben nicht.

Alles klar. Nun noch zu einem ganz klassischen Gericht: die Weihnachtsgans beziehungsweise der Gänsebraten. Was sollte ich dazu denn servieren?


Robert Balasch (lacht):
Zum Gänsebraten braucht man vor allem Schnaps! Nein, Spaß beiseite, also zum Gänsebraten würde ich eher Rotwein empfehlen. Es kommt zwar wie immer auf das Rezept an, aber für so kräftige Gerichte wie einen Gänsebraten braucht man auch einen kräftigeren, gehaltvolleren und damit auch stärkeren Wein, sonst geht der Geschmack unter. Natürlich gibt es auch Weißweine, die etwas stärker sind, also so um die 14%, das wäre ebenfalls möglich. Wichtig ist, dass zu einem kräftigen, intensiv schmeckenden Gericht auch ein intensiver, gehaltvoller Wein serviert wird, um eben nicht nur einen Geschmackston beim Essen zu haben.

Das klingt logisch. Gibt es denn dann eine pauschale Regel, nach der ich jetzt gehen kann, wenn ich Wein auswähle? Also Weißwein zu Fisch und zum Rest Rotwein oder so?


Robert Balasch: Eine solche Regel gab es früher mal. Da hieß es: zu weißem Fleisch, das von Geflügel stammt, und zu Fisch trinkt man weißen Wein und zu rotem Fleisch, also Fleisch von Rind, Schwein, Schaf oder Wild, gibt es roten Wein. Aber daran muss man sich nicht mehr halten. Das ist inzwischen eigentlich egal und vor allem Geschmackssache. Ich kann auch Rotwein zu Fisch trinken, wenn mir das schmeckt.

Aber ein paar Regeln in Sachen Wein gibt es ja trotzdem. Wie war das nochmal mit der Temperatur?


Robert Balasch: Das ist schon wichtig, das stimmt! Rotwein sollte man immer bei Zimmertemperatur servieren. Das bedeutet aber nicht kuschlig warm, sondern unter 18 Grad sollten es schon sein, am besten 16 Grad. Weißwein ist immer gekühlt, ideal sind 10 Grad. Im Sommer ist es am klügsten, beide zu kühlen. Denn sonst wird auch der Rotwein zu warm, wenn er kurz in der Sonne steht.

Das merken wir uns schon mal für die nächste Grillparty vor. Aber zurück zum Weihnachtsmenü: Ich weiß jetzt, ob ich Rot- oder Weißwein brauche, jetzt muss ich ihn nur noch kaufen. Worauf muss ich da noch achten, damit ich guten Wein mit nach Hause bringe?


Robert Balasch: Das kann man nicht erkennen, die muss man immer probieren. Ich habe selbst in meinem Laden Weine von fünf bis 20 Euro, davon ist keiner schlecht. Für fünf Euro bekommt man zum Beispiel bei mir einen guten spanischen Landwein. Also in der Preisgruppe kann man sich nicht festlegen, da muss sich jeder durchprobieren. Es gibt eben unterschiedliche Geschmäcker, der eine mag lieber trocken, der andere halbtrocken, wieder andere trinken lieber einen lieblichen, eher süßen Wein. Was ich kaufen will, ist also ganz allein eine Frage meines Geschmacks und nicht meines Geldbeutels. Manche Leute vertragen beispielsweise auch die schwereren italienischen oder spanischen Weine nicht. Diese enthalten viel Tannin, was auf den Magen schlagen kann. Da muss man dann auf deutsche oder österreichische Weine ausweichen. Die sind eher leichter.

Dann kann ich mir also merken: Beim Wein kommt es nicht auf den Preis an, ich muss meinen eigenen Geschmack kennen und wissen, ob ich viel Tannin vertrage. Dann kann eigentlich nichts schief gehen, weil es kein No-Go gibt?


Robert Balasch: Genau, so ist es. Wein ist einfach Geschmackssache.

Das ist doch ein gutes Schlusswort. Dann bedanke ich mich ganz herzlich bei Ihnen und wünsche Ihnen schon mal eine schöne Adventszeit und ein gutes Weihnachtsgeschäft!


Also ihr Lieben, wie ihr seht, es gibt leider keine Universallösung für das perfekte Weihnachtsmenü. Wir hoffen, ihr habt trotzdem was gelernt und zaubert das für euch und euren Geschmack perfekte Essen inklusive tollem Wein für die Feiertage.

Kleiner Tipp noch von uns: Bei unserem Besuch in Robert’s Weinkistl hat er uns auch ein kleines Geschenk für unseren Online-Adventskalender mitgegeben, also nicht verpassen und teilnehmen!

Eure Maria vom Stadtmarketing